Wie ich wurde, was ich bin – Meine Entwicklung zur Astrologin

Wer bin ich? Was bin ich? Es fällt mir schwer, darauf zu antworten. Ich habe das Gefühl, ich definiere mich immer wieder neu. Ich bin so Vieles. Manches davon tritt irgendwann in mein Leben und verabschiedet sich nach ein paar Jahren wieder. Nicht so die Astrologie. Sie begleitet mich schon seit mehr als 30 Jahren und lässt mich nicht los. Es ist so, als gäbe es da noch etwas zu erledigen oder zu entdecken oder zu lernen. „Gib nicht auf!“ ist ein Motto von mir und so bleibe ich dabei, bis ich ganz satt bin von der Astrologie und sie mich loslässt.

  1. 1980 und 1983: Einen jungen Baum verpflanzt man nicht – Meine ersten 14 Lebensjahre wachse ich in einem kleinen Ort im Bergischen Land auf. Dann ziehen meine Eltern mit uns nach Leverkusen und ich muss die Schule wechseln. Drei Jahre später dann noch einmal, diesmal auf ein Dorf in der Voreifel, was ich persönlich noch schlimmer finde. Für mich ist es definitiv eine harte Erfahrung.
Kindheit bis 14 Jahre
  1. Herbst 1983: Mein allererstes Astrologiebuch weckt meine Leidenschaft – Als Bücherwurm verbringe ich Freistunden in der Stadtbücherei neben meiner Schule. Dort entdecke ich meine Liebe und Faszination für die Astrologie. Ich errechne mir selber mein eigenes Horoskop. Mein Leben bekommt eine neue Ausrichtung und Sinn.
  2. 1985: Ich will Astrologin werden. Das Abitur steht an und ich muss mich entscheiden, was will ich danach machen? Ich schreibe eine Astrologieschule in der Schweiz an. Doch die Ausbildung kostet sooo viel und ich kann mit Archetypen und Psychologie nichts anfangen, es sind noch Bömische Dörfer für mich. Also entscheide ich mich für ein Mathematik-Studium, weil – Mathe kann ich gut.
  3. Ende der 80-er: In der Welt der Zahlen ist alles wohldefiniert – Ich studiere Mathematik mit Nebenfach Informatik. Stundenlang liebe ich es, an Beweisen herumtüfteln und Gleichungen lösen. Analysis ist mein Lieblingsfach. Logisch und strukturiert zu denken lerne ich hier und bin darin richtig gut. Waren die Astrologen von früher nicht auch gleichzeitig Mathematiker?
Studentenzeiten 1989
  1. 1991: Mathe und Informatik bitte nicht für immer – Mathe ist mein Ding, aber einen Beruf in der IT für die nächsten 40 Jahre kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Da gibt es doch im Leben noch so viel Interessanteres zu entdecken! Zum Beispiel Meditation und Selbsterfahrung. Ich beschließe, später will ich auf jeden Fall mit Menschen arbeiten. Doch erstmal arbeite ich in der Softwareentwicklung und gründe eine Familie.
  2. 1992: Vater Mutter Kind – Für Krebse ist die Familie bekanntlich sehr wichtig, so heißt es. Ja, das kann ich bestätigen. 1991 geht es Schlag auf Schlag und zwei Jahre später sind wir eine vierköpfige Familie. So schnell geht das und das Leben nimmt eine völlig andere Richtung.
  3. April 1997: Astrodrama im Bildungswerk Aachen – Es ist soweit, die Zeit ist reif und ich gehe zum ersten Mal zu einer richtigen Astrologin, nämlich zu Petra Niehaus in Aachen. Und es gibt eine Ausbildung in Aachen bei ihr und der Astrologin Ingrid Werner, Welch ein Glück! In drei Jahren Ausbildung studiere ich nicht nur die Bedeutung der Zeichen, Planeten und Häuser, sondern wir erfahren die Energien über kreativen Ausdruck, Elemente des Astrodrama und wir „spielen“ unsere Horoskope. Was für eine schöne, intensive Zeit!
Bei Horoskop-Inszenierungen im Astrodrama 1999
  1. 1999: Schubladen-Denken und Zweifel – Nach der Ausbildung untersuche ich alle Horoskope meiner Familie, Freunde und Bekannten. Bei einer meiner Horoskop-Analysen lerne ich, wie wichtig die genaue Geburtszeit ist. Denn nachdem wir das Horoskop zusammen besprochen haben, stellt sich einige Monate später heraus, dass meine Bekannte etliche Stunden später geboren war, als sie mir zuvor mitgeteilt hatte. Ihr müsst wissen: Das ändert das ganze Horoskop. Zweifel an der Aussagekraft der Astrologie machen sich breit.
  2. 2000: Abstecher in die spirituelle Welt – Ich bekomme die Nase an eine Gruppe spirituell Suchender und versuche herauszufinden, ob es die Methode „Schnipp – und die Blockaden sind weg“ wirklich gibt. Ich verrate es gleich: das ist eine Illusion. Immer auf der Suche nach Erlösung erprobe ich Meditation, Energie- und spirituelle Arbeit. Sogar bis Indien komme ich, aber die Astrologie hat Große Pause. Ab und zu luge ich natürlich doch in die Astrobücher der Buchhandlungen.
Nach meiner ersten Indienreise 2004
  1. 2005: Planetenreisen bringen es nicht – Mit geführten Meditationen, so lerne ich, kann ich ja überall hin reisen, also auch zu den Planeten. Da liegt es nahe, das mit der Astrologie zu verbinden. Doch auch das überzeugt mich nicht, ich jedenfalls kann nicht viel damit anfangen. Geführte Meditationen anzuleiten, setze ich jedoch auf die Liste meiner Skills.
  2. 2005: Eine Lesung aus der Palmblattbibliothek – Meine Indienreise führt mich in Bangalore zu einem Palmblatt-Astrologen. Die Bibliothek mit den Palmblättern bekomme ich zwar nicht zu sehen, aber der Astrologe klärt mich über meine vergangenen Leben auf; auch mal interessant. Meinem Mann prognostiziert er eine glänzende Karriere; damit hat er ins Schwarze getroffen. Interessant: dies ist mein Erstkontakt mit der vedischen Astrologie.
  3. 2008: Landung auf der Erde – Eine Entscheidung steht an. Gehe ich weiter meinen „spirituellen“ Weg und riskiere damit, meine Familie zu verlieren? Ich entscheide mich für meine Familie – eine gute Entscheidung. Als Unterstützung bekomme ich unvermittelt ein Jobangebot und eine Putzfee (was für ein Geschenk). Für die nächsten acht Jahre steige ich wieder in die Arbeit mit Bits und Bytes ein, diesmal im Testing und Qualitätsmanagement.
Mai 2013 in Bergamo
  1. 2014: Nicht meine Welt – Nach 6 Jahre angestellt in der IT fühle ich mich unerfüllt, energielos und unzufrieden. Ich suche eine bekannte Astrologin auf, denke, die weiß ja nun gar nichts von mir. Dennoch liest sie in meinem Horoskop das gleiche, was andere mir zuvor auch gesagt haben. Ich fange wieder an, mich ausgiebig mit Astrologie zu beschäftigen. Erfreut stelle ich, fest, dass man sich in der Welt der Astrologen in den letzten Jahren die alten Quellen ausgegraben und altes Wissen ans Licht gekommen ist: Die Traditionelle Astrologie.
  2. 2016: Können Himmel und Erde zusammenkommen? – Ich wage einen Cut, kündige meinen Job und bereite mich auf meine Selbstständigkeit als Astrologin und Lebensberaterin vor. Zwei Semester Fortbildung in Traditioneller Astrologie in Berlin liegen hinter mir und erste Erfahrungen mit Klienten vor mir. Zudem habe ich einen Floh im Ohr. Der möchte, dass ich den kleinen Heilpraktiker mache, also den Heilpraktiker für Psychotherapie.
Ein Frauenkopf mit Perücke
Von Weibsbilder – entstanden 2016 auf einem Workshop des Frauennetzwerks Aachen
  1. 2017: Jyotisha – Das Licht der Veden – Während ich also Richtung Heilpraktiker-Prüfung marschiere, juckt es mich in den Fingern, mir einen Einblick in die Vedische Astrologie (Jyotisha) zu verschaffen. Ich buche einen Online-Kurs bei Rafael Gil Brand. Das bedeutet Umdenken, vertrautes Wiedersehen mit der indischen Kultur und viel, viel Üben.
  2. 2018: Der kleine Heilpraktiker – Meine Konzentration ist auf die Heilpraktiker-Überprüfung gerichtet und Kurse in Traumaheilung bei Dami Charf.
  3. 2020: Aufräumen und Wachsen – Während der Pandemie lerne ich den Emotioncode und MindFlow kennen, beides Tools zum Auflösen von Blockaden. Also löse ich fleißig alles auf, was mich daran hindert, meinen Traum zu verwirklichen – erfolgreich als Coach und Astrologin zu arbeiten.
Online Arbeiten via Zoom
  1. April 2022: Netzwerken zahlt sich aus – Ich werde gefragt, ob ich für eine Gruppe von Gesundheitsberatern einen Astrologie-Vortrag halten will. Es reizt mich und ich sage zu. Mir wird klar, dass ich schon soo viel Wissen habe, und mich immer wieder darauf besinnen muss, was für Anfänger wissenswert ist. Der online-Vortrag ist erfolgreich und daraus ergibt sich die Idee, einen Astrologie-Kurs auf die Beine zu stellen. Ich habe Feuer gefangen.
  2. Heute: Ich bin Astrologin – Immer auf der Suche nach Erkenntnis und der Essenz unterstütze ich Menschen im Prozess der Selbsterkenntnis und Persönlichkeitsentwicklung als Astrologin. Ich habe in mir so viel Know-How zur Astrologie angesammelt, dass ich gerne andere bei ihren Fragen, auch technischer Art, zur Astrologie unterstütze. Mein Herzens-Projekt: Ein Online-Starter-Kurs für Astrologie-Interessierte!
13 Kommentare
  1. Anke Röttger
    Anke Röttger sagte:

    Liebe Antje,
    danke Dir für das teilen Deines Weges – sehr spannnend und interessant! Wie schön, dass Du so gut Deinen Weg gegangen bist, ich freu mich sehr für Dich! Und Astrologie ist ein wirklich sehr spannendes Thema.Ales Gute weiter auf deinem Weg! Liebe Grüße von Anke

    Antworten
  2. Fernandez Natascha
    Fernandez Natascha sagte:

    Liebe Antje
    Danke für Deinen tollen Artilel. Er ist sehr interessant zu lesen. Ich habe vor ungefähr einem Jahr ein Horoskop zusammen mit meiner Hündin machen lassen. Es war mega spannend. Ich wünsche Dir auf jedenfall ganz viel Erfolg für Dein Herz-Projekt und das Du viele Menschen damit erreichen kannst.
    Alles Liebe
    Natascha

    Antworten
    • Antje
      Antje sagte:

      Liebe Natascha,
      Herzlichen Dank!
      Begegnungshoroskope oder Partnerschaftshoroskope sind oft total inspirierend und vertiefen die Verbindung. Ich höre immer öfter davon, dass die Beziehung zu den liebsten Vierbeinern untersucht wird. Selber habe ich es noch nicht gemacht. Aber wer weiß, was noch kommt.
      Alles Liebe Dir, Antje

      Antworten
  3. Jennifer
    Jennifer sagte:

    Sehr spannend dein Weg und auch dass dich dein Weg ebenfalls zur Traditionellen Astrologie geführt hat.
    Vedische Astrologie finde ich auch super spannend – insbesondere weil die Tradition dort ja ungebrochen ist und der Kontakt zu den Planeten auch lebendig ist. Ich verfolge zu diesem
    Thema insbesondere die Arbeit von Vic DiCara. Das Astrodrama klingt auch richtig spannend. Liebe Grüße und alles Gute für dich!

    Antworten
    • Antje
      Antje sagte:

      Danke für Deinen Kommentar. Ich habe direkt mal bei Vic DiCara nachgeschaut. Sehr interessant. Das Thema siderisch oder tropisch beschäftigt mich gerade mal wieder. Was stimmt? Oder stimmt beides? Es gibt halt nicht DIE ASTROLOGIE, das ist auch das schöne daran. Daher meine Suche nach der Essenz, bzw. meiner Essenz 🙂 Wie in der Quantentheorie ist das Ergebnis abhängig vom Betrachter…
      Erlaubst Du keine Kommentare bei Deinem Blog? Schade.
      Herzliche Grüße, Antje

      Antworten
  4. Gabriele
    Gabriele sagte:

    Liebe Antje,
    ich habe mich sehr über Deinen ersten Blog gefreut. Jetzt kennen wir uns doch schon ein paar Jahre. Und ich habe durch Deinen Blog noch einiges mehr über Dich erfahren dürfen. Der Blog ist so gut geschrieben, beschreibt die vermeintlichen Irrwege, die Dich doch dorthin geführt haben, wo Du Dich wohl fühlst und Dein Wissen anderen Menschen hilft. Gewürzt mit viel Humor und tollen Fotos. Ich habe oft schmunzeln müssen. Uns wäre viel entgangen, hättest Du den Blog nicht geschrieben. Ich freue mich, noch sehr viel mehr hier von Dir zu lesen. Und Dein gesammeltes, umfassendes Wissen durfte ich in Deinen Beratungen schon mehrfach selbst erfahren. Es hat mir sehr oft Aha-Effekte beschert und auch hartnäckige Blockaden aufgelöst. Ich bin sehr gespannt, noch weitere Facetten von Dir erleben zu dürfen.
    Herzliche Grüße
    Gabriele

    Antworten
    • Antje
      Antje sagte:

      Vielen vielen Dank, Gabriele,
      ich arbeite schon an meinem nächsten Blog Beitrag. Da wird es um den Aszendenten gehen. Ich bin schon sehr gespannt.
      Auf noch viele inspirierende gemeinsame Erkenntnisse!
      Alles Liebe, Antje

      Antworten
  5. Sue
    Sue sagte:

    Liebe Antje,
    Ich bin sehr fasziniert von Deinem Lebensweg, Deiner Klarheit und Deinem Willen, mit all den wunderbaren Tools, die Du kennengelernt hast, zu gehen und Deiner Vision zu folgen! Alles Liebe Sue

    Antworten

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